Das Mixed-Team der Penzinger Wasserretter schlägt sich bei den Deutschen Meisterschaften in der Nordsee beachtlich und belegt den 5. Platz.

Nach der souveränen Qualifikation bei den Bayerischen Meisterschaften in Kulmbach durfte sich das gemischte Erwachsenen-Team auf komplett ungewohntem Terrain messen. Statt in öffentliche Parks und Hallenbad ging es dieses Jahr an den Strand und in die Nordsee auf und vor der Insel Wangerooge. „Staffeln im Meer hat es bis heuer nicht gegeben und das liegt auch komplett außerhalb unseres normalen Trainings- und Einsatzbereichs“, lässt Teilnehmerin Nadja Dopfer wissen und ergänzt: „darum war hier von Anfang an wenig Hoffnung auf einen Platz ganz vorne, aber die Herausforderung hat uns dann doch gereizt“.
Nach zehnstündiger Anreise mit deutlich mehr Gepäck als üblich und einer kurzen Nacht auf Wangerooge ging es bereits mit Sonnenaufgang auf den Parcours am Nordseestrand. „Im Gegensatz zum letzten Jahr waren hier die Aufgaben vermeintlich leichter, aber am Ende haben wir wohl mit der Bewertung nicht so harmoniert“, meint Teilnehmer Lukas Rojahn mit einem Schmunzeln im Gesicht. So konnte nach verschiedenen medizinischen Versorgungen, wasserwacht-praktischen Aufgaben und Fragebögen rund um das Wattenmeer zwar ein zweiter Platz vermeldet werden, die Abstände zu den dahinter liegenden Teams waren aber vernachlässigbar.
Am Nachmittag ging es dann im Meer zur Sache. Auf einem mittels Fahnen und Buhnen abgesteckten Bereich wurde mit Wasserretter-Ausrüstung um die Wette gelaufen und geschwommen, Personen mittels Gurtretter, Rettungsbrettern und Rafts gerettet, sowie Verletzte im Laufschritt über Land transportiert. „Hier haben wir dann gehörig Federn gelassen“, berichtet mit Sarah Hufnagl eine weitere Teilnehmerin. „Wir kommen normalerweise über gute Schwimmtechnik und hohe Geschwindigkeiten auf Strecken über etwa 100 Meter. Bei Wind, Wellen, im engen Neoprenanzug und bei Distanzen von 300 Metern und mehr nützt das leider nicht mehr so viel“, führt sie weiter aus.


So mussten die Penzinger Wasserretter schwimmerisch drei weiteren Teams den Vortritt lassen und landeten am Ende in der Gesamtwertung auf dem 5. Rang.
„Auch wenn nach der Rückkehr neben der Erschöpfung auch ein wenig Enttäuschung zu spüren war, können wir mit diesem 5. Platz enorm zufrieden sein“ kommentiert Markus Rojahn als Vorsitzender der Ortsgruppe. „Schließlich haben wir damit auch die Gewissheit, dass unsere Wasserretter selbst bei sehr untypischen Bedingungen noch zu den fünf Besten Teams in Deutschland gehören“.